Das vorliegende zweisprachige Buch (Texte in deutsch und englisch) enthält Beiträge von A. Gotzmann, A. Hansert, G. Heuberger, N. Kleeblatt, A. Merk, E. Riedel und A. Weber und dokumentiert mit einem Werkverzeichnis über 500 Werke Oppenheims. Mit 90 farbigen und 158 s/w Abb.. Moritz Daniel Oppenheim (1800?1882) erhielt als erster jüdischer Künstler eine akademische Ausbildung und führt schon mit vierzehn Jahren Arbeiten für den Finanzminister des Großherzogtums Frankfurt aus. Lehr- und Wanderjahre bringen ihn nach München und Paris und schließlich ins klassische Rom, wo er sich dem Kreis der Nazarener anschließt. Nach seiner Rückkehr nach Frankfurt wird er mit zahlreichen Porträts zum Maler des emanzipierten jüdischen Bürgertums. Neben den berühmten Bildnissen der Rothschilds belegen auch die Porträts von bedeutenden Zeitgenossen wie Ludwig Börne und Heinrich Heine den Wandel im Selbstverständnis der deutschen Juden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.02.2000
Franz Zelger nutzt in dieser Rezension die Gelegenheit, den seinerzeit in jüdischen Kreisen sehr populären Maler zu porträtieren und damit indirekt neugierig auf den vorliegenden Band zu machen. Zum Buch selbst sagt er nur wenig, jedoch zeigt er sich erfreut über diese "umfangreiche und prachtvoll aufgemachte Publikation". Ein Urteil darüber, ob die Herausgeber ihr Ziel, "Oppenheims Werk im historischen, sozialen und kulturgeschichtlichen Kontext" zu zeigen, erreicht haben, überläßt er jedoch dem Leser. Erwähnenswert findet er allerdings die Präzision, die die Herausgeber bei dem ausführlichen Werkverzeichnis gezeigt haben.
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