Georg Christoph Lichtenberg

Georg Christoph Lichtenberg: Briefwechsel

Band V: Registerband. Zwei Teilbände
C. H. Beck Verlag, München 2004
ISBN 9783406309601
Gebunden, 1971 Seiten, 250,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Ulrich Joost unter Mitarbeit von Joachim Heerde im Auftrag der Akademie der Wissenschaften zu Göttigen. Die Ausgabe des Briefwechsels Georg Christoph Lichtenbergs ist in den Jahren 1983 bis 1992 erschienen. Nun liegt mit den beiden umfangreichen Registerbänden ein Handwerkszeug vor, mit dem die Ausgabe erst wirklich erschlossen werden kann. Der erste Teilband enthält Addenda und Errata zu den vier Briefbänden, Lichtenbergs Postlisten aus seinen Tagebüchern, Apokrypha und andere Paralipomena, eine mit Vorgänger-Editionen vergleichende Nummern-Konkordanz und ein umfassendes erläuterndes Personen- und Schriftenregister mit über 5000 Stichwörtern und 1600 Verweisen. Der zweite Teilband enthält ein umfangreiches kommentierendes Sachregister mit über 15000 Stich- und Schlagwörtern und 5000 Querverweisen, ein chronologisches Verzeichnis aller in den Bänden I bis V enthaltenen Briefe, einen alphabetischen Korrespondentenkatalog, ein alphabetisches Verzeichnis der Korrespondenten nach ihren Orten und schließlich Pläne zur Topographie von Göttingen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.04.2005

Ludger Lütkehaus feiert die Herausgabe der beiden Registerbände, die die vierbändige Ausgabe der Briefwechsel von Georg Christoph Lichtenberg zum Abschluss bringen, als "philologisches Großereignis" von "spektakulärem Wert". Lichtenbergs Briefwechsel zählt er zu den "bedeutendsten" seiner Zeit, und er sieht darin nicht nur ein Dokument der "Wissenschafts- und Geistesgeschichte" des 18. Jahrhunderts, sondern feiert darin auch Lichtenberg als mit im doppelten Sinne "Witz" begabten Schriftsteller. Und nun wird mit den Registerbänden auch noch das "Problem" gelöst, wie die Korrespondenz sinnvoll zu erschließen ist, jubelt der Rezensent, wobei er neben Personen- und Sachregister mit 15.000 Stichworten auch noch bisher unbekannte Briefe gefunden hat. Er würdigt ausdrücklich die "entsagungsvolle Arbeit" des Herausgebers Ulrich Joost und seiner Mitarbeiter und lobt, dass die beiden Teilbände mit einer "deutschen Unsitte aufräumen", indem sie den Briefwechseln Lichtenbergs diese "der Orientierung des Lesers dienlichen" Register präsentieren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2005

Jubelnd stellt Alexander Kosenina die letzten beiden Teilbände zu Georg Christoph Lichtenbergs Briefwechsel vor, der Nachträge zu den bereits publizierten Briefen sowie ein Glossar und ein Personenregister enthält, und preist ihn als "grandiosen Schlüssel" zur Welt des Schriftstellers und Experimentalphysikers. Zu seiner Begeisterung sind sogar Abbildungen von "so mancher Gerätschaft" Lichtenbergs enthalten. In diesem "Registerlexikon" bleibt nichts aus den Briefen unkommentiert, lobt der Rezensent, der daneben auch den "kriminalistischen Spürsinn" des Herausgebers Ulrich Joost hervorhebt, der noch einige unbekannte Briefe Lichtenbergs gefunden hat, die im ersten Teilband abgedruckt sind.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.01.2005

Rezensent Dieter Hildebrandt kommt angesichts der Vervollständigung des Lichtenberg-Briefwechsels gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. Ein "Brückenschlag" seien die zwei je tausendseitigen Bände, die Personen- und Sachregister umfassen und die vor Jahren erschienene Korrespondenz des Georg Christoph Lichtenberg erst "lesbar und benutzbar" machten. Eine "editorische Meisterleistung" liegt dem Publikum vor, so Hildebrandt, mit der der Verlag C. H. Beck "beweist, dass elegante, luxuriöse typografisch bestechende Kultur nicht von gestern ist". Allein das Sachregister stehe einer Enzyklopädie in nichts nach; schließlich biete es ein "Kompendium" des gesamten damaligen Wissens. Am schönsten findet der Kritiker jedoch die wenigen Briefe Lichtenbergs, die die Herausgeber neu "aufgestöbert" haben. Sie geben Aufschluss über den geballten "Sprachwitz" und die "Wortlüsternheit" Lichtenbergs. Dass die beiden letzten Bände nicht von "wohlbestallten" Germanisten erstellt wurden, stört Hildebrandt kein bisschen. Er dankt vielmehr dieser "kleinen Schar Besessener", die zum "Hungerlohn" fertig stellte, worauf er so lange gewartet hat.