Helmut Heißenbüttel (1921-1996) sah in Lichtenberg einen Denker, der Erkenntnisse gewann, die ihre volle Bedeutung erst im 20. Jahrhundert erreichen sollten. Nicht zuletzt aus der Beschäftigung mit Lichtenberg gewann Heißenbüttel entscheidende Impulse für seine Vorstellung von Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.04.2007
Alexander Kosenina macht es kurz: In Helmut Heißenbüttel habe Lichtenberg einen "kongenialen Leser" und Deuter, der seine Modernität nachweist. Das Zentrum von Heißenbüttels Faszination für Lichtenberg erkennt Kosenina in dessen vergleichsweisem "literarischem Unvermögen", wobei die hier versammelten zehn Essays am Assoziationsvermögen und der analytischen Deutungslust Lichtenbergs offenbar keinen Zweifel lassen. Immerhin, so lässt uns Kosenina wissen, stellt der Autor seinen Helden Goethe, Kafka und Uwe Johnson an die Seite. Doch eben nur als Träumer.
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