Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2000
Sabine Muscat findet großen Gefallen an den Beobachtungen des Korrespondentenpaars, das mit diesem Buch eine sehr anschauliche und facettenreiche Darstellung des chinesischen Alltags vorgelegt habe. Eine „unterhaltsam geschriebene Bestandsaufnahme“ sei dieser Band, der von Begegnungen mit Gewinnern der Reformpolitik (dazu zählt die Rezensentin Künstler, Intellektuelle, Journalisten, aber auch Gangsterbosse) und von „Verlieren“ (Arbeitslosen, Opfern der Flutkatastrophe und tibetischen Mönchen) berichtet. Muscat weist jedoch darauf hin, dass sich die Autoren keineswegs ausschliesslich mit der Gegenwart beschäftigen, sondern beispielsweise auch einen Blick werfen auf das Schicksal deutscher Juden, denen während der Zeit des Nationalsozialismus die Flucht nach Schanghai geglückt war. Dass die Darstellung von Beobachtungen westlicher Unternehmer, Entwicklungshelfer und Sinologen ergänzt wird, erscheint der Rezensentin als eine sinnvolle Abrundung der „schillernden Eindrücke“, die in diesem Buch aufgezeichnet wurden.
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