Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.12.2002
Rudolf Walther lobt diesen Sammelband mit Texten von Autorinnen und Autoren, die einen kritischen und differenzierten Blick auf den Nahost-Konflikt werfen, als eine "hervorragende Einführung" in die "komplizierten Probleme" dieses Konflikts, denn keiner der Beiträge sei "einseitig" oder schlage "billige Patentrezepte" zu dessen Lösung vor. So berichte der "Nestor der israelischen Friedensbewegung", Uri Avneri, von der Notwendigkeit, den Konflikt politisch, nicht militärisch beizulegen, der israelische Historiker Moshe Zuckermann nehme den Osloer Vertrag kritisch auseinander und analysiere religiöse und politische Ideologien der israelischen Gesellschaft, der aus Syrien stammende Schriftsteller Rafik Schami hingegen setze sich mit dem Antisemitismus der Araber auseinander. Damit leiste dieser "schmale Band", so der Rezensent, mehr als manch gewichtige Untersuchung.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…