Eric Hazan berichtet eindringlich über die israelische Besatzung in Palästina. Ihm gelingt es, die komplexen und verheerenden Auswirkungen anhand alltäglicher Situationen aufzuzeigen. "Reise nach Palästina" vermittelt eine persönliche Sicht auf das Leben unter israelischer Besatzung von einer kämpferischen europäischen Position aus.
Ulrich Gutmair findet Eric Hazans Bericht über eine 2006 unternommene Reise durch Palästina nicht wegen ihres Informationsgehalts über das Leben in den besetzten Gebiete interessant, über die Zustände sei genug bekannt. Fesselnd findet er das Buch, weil der in Paris lebende Arzt, Verleger und Schriftsteller die Menschen, die er auf seiner Reise getroffen hat, selbst berichten lässt. Dadurch gewinne der Leser eine Vorstellung vom Alltagsleben und den Ansichten der Palästinenser, lobt der Rezensent, der betont, dass Hazan als Jude nirgends auf seiner Reise auf Ablehnung gestoßen ist. Im unkommentierten Zitieren Hazans sieht Gutmair allerdings auch das Hauptproblem dieses Berichts, denn Hazans Gesprächspartner vermitteln mitunter doch eine reichlich verschrobene Sicht der Dinge, die der Autor dann so stehen lässt. Irritierend findet Gutmair zudem Hazans "romantische Verklärung" des "Volks" und der palästinensischen Widerstandskämpfer, die für ihn so etwas wie die "edlen Wilden" der Gegenwart zu sein scheinen.
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