Aus dem Französischen von Sigrid Vagt. Kurz bemessen sind die glücklichen Tage von Tianyis Kindheit: die Wanderungen mit seinem Vater in das Lu-Gebirge, die unbelasteten Stunden mit Yumei und Haolang, seinem besten Freund. Die Liebe zu Yumei wird Tianyis gesamtes Leben bestimmen. Ein Stipendium eröffnet dem jungen Mann den Weg nach Europa, damit er Malerei und Künstler der alten Welt kennenlernen kann. Doch Tianyi ist zu sehr in der Welt des Tao verwurzelt, um in Europa heimisch zu werden; und außerdem bangt er um den Freund in der Ferne. Als er wieder in China ist, muss er erfahren, dass der freidenkende Haolang in einem Umerziehungslager des kommunistischen Chinas interniert wurde...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2002
Joseph Hanimann ist von dem vor drei Jahren in Frankreich erschienenen Debütroman des chinesischen Autors, der seit 25 Jahren in Paris lebt, sehr angetan. Er preist Cheng als Vermittler der asiatischen und europäischen Kultur, wobei er ihn als Autor charakterisiert, der Vertrautes fremd erscheinen lässt. Der Roman, in dem ein im Exil lebender Maler nach China zurückkehrt und dort seinen Freund und seine Jugendliebe sucht, mische "kontemplative, fiktive, dokumentarische und autobiografische Aspekte", betont der Rezensent, der besonders von der "Engführung der Kulturen" in dem Buch fasziniert ist. Einzig der Titel hat den ansonsten begeisterten Rezensenten geärgert, weil er ihm zu "klischeehaft" geraten ist und der sprachlichen Feinheit des Autors keineswegs gerecht wird, wie er moniert. Ansonsten sei die Übersetzung aber gelungen, lobt Hanimann abschließend.
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