Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.03.2000
Die Körpermetapher in den Theorien über Staat und die Gesellschaft seien zum Beispiel in Begriffen wie "Verfassungsorgan" bis heute erhalten, schreibt Caroline Pross über das Buch der italienischen Forscherin. Pross findet es sehr verdienstvoll, dass sich die Autorin auf die Suche nach den Ursprüngen dieser Metaphorik begibt, die sie in der deutschen politischen Romantik findet, etwa bei Novalis oder Adam Müller. Interessant findet Pross in ihrem Referat des Buchs die Verknüpfung dieses Denkens "mit den aufkommenden Natur- und Lebenswissenschaften des 19. Jahrhunderts". Auch Spuren des modernen Rassismus, der die Juden oder andere Nationalitäten als "Fremdkörper" definiert, hätten hier Ursprünge.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Bärfuss: Königin der Nacht Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…