Von 1945 bis 1961 verfassten ehemalige Wehrmachtsoffiziere für die U.S. Armee tausende historische Studien. Weltanschauliche Gemeinsamkeiten mit den Amerikanern und der aufziehende Kalte Krieg ermöglichten den deutschen Militärs, eine apologetische und den deutschen Vernichtungskrieg negierende Geschichtsdeutung zu entwickeln. Zur transatlantischen Verbreitung dieser Legende von der "sauberen Wehrmacht" trug die Historical Division aktiv bei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2016
Michael Epkenhans lobt Esther-Julia Howells Studie, in deren Mittelpunkt laut Rezensent die Klärung der Frage steht, wie es passieren konnte, dass ein Kriegsverbrecher wie Franz Halder nach dem Krieg in den USA zu militärischen und zivilen Ehren kam. Wie die Autorin aus transnationaler Perspektive das Zusammenwirken deutscher und amerikanischer Militärs und die Weißwaschung alter Nazischergen nach 1945 untersucht, hat Epkenhans beeindruckt. Epkenhans erkennt die Parallelen zwischen den Akteuren, das gemeinsame Interesse an einer "sauberen" Militärgeschichte. Insofern scheint ihm das Buch auch ein wichtiger Beitrag zu sein zur Erforschung der Geschichtspolitik nach '45.
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