Herausgegeben von Friedrich Wilhelm Graf in Zusammenarbeit mit Harald Haury. Der Band bietet Briefe von und an Ernst Troeltsch, die er seit Beginn der philosophischen Lehrtätigkeit an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin geschrieben bzw. empfangen hat. 179 Briefe und Karten von und 45 an ihn gerichtete Schreiben bieten neue Einsichten in sein gelehrtenpolitisches Engagement, seine sich mehrfach wandelnden Deutungen der militärischen Lage, den Kampf für innenpolitische Reformen und seine philosophische Arbeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2019
Gerd Krumeich ist dem Herausgeber von Ernst Troeltschs Briefen, Friedrich Wilhelm Graf, sehr dankbar für den Einblick in die frühe Gedankenwelt des Religionsphilosophen. Was Troeltsch in den Kriegsjahren 1915-1918 umtreibt, Berufungsverfahren, Forschungsliteratur, vor allem aber die Auseinandersetzung mit Johann Plenge und Max Weber, zeigt Krumeich, dass Troeltsch sich seine politische Hellsichtigkeit der Zeitläufe von 1918/19 erst noch erarbeiten muss. So erkennt Krumeich, dass Troeltsch 1918 noch an einen Sieg glaubte. Die editorische Arbeit des Herausgebers und seines Mitarbeiters Harald Haury findet der Rezensent weitgehend überzeugend.
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