Peter Zolling

Deutsche Geschichte von 1871 bis zur Gegenwart

Wie Deutschland wurde, was es ist. (Ab 14 Jahre)
Cover: Deutsche Geschichte von 1871 bis zur Gegenwart
Carl Hanser Verlag, München 2005
ISBN 9783446206472
Gebunden, 368 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen und Karten. Wie wurde Deutschland zu dem, was es heute ist? Peter Zolling beginnt mit der Gründung des Kaiserreichs 1871, als der Traum von der deutschen Einheit zum ersten Mal in Erfüllung ging. Die damit einhergehenden Großmachtsphantasien sollten Deutschland in zwei Weltkriege führen - so dass die Wiedervereinigung Deutschlands 1989 von den Nachbarländern mit Skepsis beobachtet wurde. Spannend und aufs Wesentliche konzentriert erklärt der Autor die komplizierte deutsche Wirklichkeit aus unserer Vergangenheit heraus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.2006

Eine durchaus gelungene Einführung für historisch interessierte Laien erblickt Michael Salewski in Peter Zollings Geschichte Deutschlands von 1871 bis zur Gegenwart, auch wenn der Autor die deutsche Geschichte auf die "denkbar konventionellste Weise" erzähle. Salewski lobt jedenfalls das Bemühen des Autors, "viele abgestandene Legenden zu entzaubern". Und er würdigt das Buch als aufklärerisch in bester Tradition. Dass sich an den gesicherten Forschungsstand hält und den ungesicherten nicht erwähnt, erscheint Salewski "akzeptabel", handelt es sich doch um ein "Lehr-Buch im guten Sinn". Sein Fazit: ein Buch, das sich "hervorragend zum Vorlesen am Kamin eignen" würde.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.12.2005

Jörg Schindler muss zugeben, dass nicht nur der Titel des Buches ein bisschen "dröge" ist, selbst wenn er einsieht, dass das auch mit dem Thema zusammen hängt. Als "enorm fundiert", kompakt und dabei "halbwegs lückenlos" lobt er Peter Zollings Schilderung der deutschen Geschichte von der Reichsgründung bis heute für Jugendliche, kritisiert an der Darstellung aber dennoch verschiedene "Haken". Zum einen stört ihn, dass Zolling vor allem aus der Perspektive des Westens schreibt, die Geschichte der DDR deshalb so gut wie nicht vorkommt. Außerdem gefällt ihm der "altväterliche" Stil des Autors nicht und auch, dass man zwar historische Eckdaten erfährt, aber nichts über das "Leben" der Menschen, nervt ihn, denn das hat er schon in der Schule "von Herzen gehasst", wie er verrät. Schließlich ist er im Zweifel, ob ein Jugendlicher dieses Buch wirklich bis zum Ende durchlesen wird, weil es eben etwas trocken ist. Am Ende empfiehlt es der Rezensent deshalb vor allem "Eltern und Großeltern" für einen Auffrischungskurs in deutscher Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.12.2005

Florian Welle ist von diesem Jugendbuch, das die deutsche Geschichte von der Reichsgründung bis in die Gegenwart darstellt, hellauf begeistert. Schon die ersten 50 Seiten illustrieren die "Stärken" der Darstellung, die in der gelungenen Schilderung von Vorgeschichten und Hintergründen bestimmter historischer Ereignisse liegen, so der Rezensent enthusiastisch. Er streicht die Fähigkeit Peter Zollingers heraus, komplexe politische Zusammenhänge klar und nachvollziehbar zu schildern und versichert, dass die Ausführungen nie in "langweilig dozierender Sprache" vermittelt werden. Die Zahlen und Fakten, die der Autor anführe, dienten stets der Veranschaulichung und machten "Geschichte begreifbar", so der Rezensent weiter, der vor allem lobenswert findet, dass die jugendlichen Leser ein "Gespür für Wahlmöglichkeiten zu einem bestimmten historischen Zeitpunkt" bekommen. Lediglich dass Zolling den Völkermord an den Hetero durch die deutschen Kolonialtruppen nicht erwähnt, erscheint dem ansonsten restlos begeisterten Rezensenten als "Manko", von dem er aber meint, dass es sich in einer "hoffentlich bald" kommenden Neuauflage "problemlos nachholen" lässt.

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