Der Mann ohne Eigenschaften ist das Hauptwerk Robert Musils und gilt als einer der einflussreichsten Romane des 20. Jahrhunderts. Dieser Torso zeigt wie sich Erzählen und essayistische Welterfassung zu einer erhellenden Einheit finden.
Für Gisela Trahms ist die neue Gesamtausgabe von Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften", deren erste beide Bände nun vorliegen, gleich ein doppelter Anlass zur Freude. Zum einen, weil die Kritikerin ohnehin nie verstanden hat, wie man Musils Opus magnum als schwerfällig und "langweilig" abtun konnte, wie sie in ihrer umfangreichen Besprechung darlegt. "Schaurige Komik" attestiert sie dem Werk ebenso wie glänzend sinnliche Charakterstudien, die Thomas Mann oder Marcel Proust in nichts nachstünden. Zum anderen, weil die Edition so "handlich" und "angenehm" angelegt ist, wie Musil sie selbst 1930 zum Druck gab, lobt die Rezensentin.
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