Erika Fatland

Die Tage danach

Erzählungen aus Utoya
Cover: Die Tage danach
btb, München 2013
ISBN 9783442753918
Gebunden, 513 Seiten, 21,99 EUR

Klappentext

Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger und Stephanie Baur. Es war eine unvorstellbare Tat, die ein ganzes Land erschütterte: Als die kleine norwegische Insel Utøya am 22. Juli 2011 vom Terror getroffen wurde, stand die Welt für einen Moment still. 77 Menschen fielen einem unbeschreiblichen Massaker zum Opfer. Es waren vor allem Jugendliche, die ihr Leben ließen. Jungen und Mädchen, Mitglieder der sozialistischen Arbeiterjugend, die ihr alljährliches Sommercamp auf der Insel abhielten. Die Opfer kamen aus ganz Norwegen, aus allen Teilen eines Landes, das in geografischer Hinsicht groß und abwechslungsreich ist, zugleich aber eine kleine Nation beherbergt, in denen sich die Menschen ungewöhnlich nahe sind. Erika Fatland reiste durch ein gezeichnetes Land, von Longyearbyen (Spitzbergen) im Norden bis nach Mandal im Süden, um mit Überlebenden, Angehörigen, Betroffenen und Hinterbliebenen zu sprechen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.04.2013

Diese Reportage treibt dem Rezensenten die Tränen in die Augen. Wenn Erika Fatland das norwegische Trauma vom 22. Juli 2011 aufrollt, Opfer und Hinterbliebene erzählen lässt, plagen Matthias Hannemann allerdings auch Zweifel, ob das nicht schon Voyeurismus ist. Fatland befasst sich weiterhin mit dem Attentäter Breivik und seiner Sozialisation. Hier vermisst Hannemann den Schritt auf die gesellschaftspolitische Ebene. Leider, erklärt er, weicht die Autorin an diesem Punkt aus und versäumt eine Auseinandersetzung mit der Islamfeindlichkeit in ihrem Land.

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