Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt. Man wächst nur an den Wunden. Hatten das nicht alle behauptet, bevor ich meines Weges gezogen war? Dass ich mich selbst finden müsse? Aber das wollte ich nicht. Das Letzte, was ich finden wollte, war mich selbst. Ich wollte einen anderen finden, mit dem der Umgang einfacher war, einer, mit dem ich einer Meinung sein konnte, mit dem ich leben konnte, ohne einzugehen. Ein Sommer voller Magie in Oslo. Tage voller Selbstzweifel in der amerikanischen Kleinstadt Karmack. Dazwischen liegt ein ganzes Leben, das der norwegische Schriftsteller Funder auf der Suche nach sich selbst und dem ganz gewöhnlichen Glück verbracht hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.02.2014
Für Karl Markus Gauss liegt die Faszination dieses Romans von Lars Saabye Christensen in der Kühnheit der Konstruktion. Laut Gauss handelt es sich nämlich eigentlich um drei Romane. Während der erste die Geschichte einer Adoleszenz und Schriftstellerwerdung im Norwegen der späten 60er erzählt, spielt der zweite 40 Jahre später in Baltimore; der dritte wiederum führt Gauss in eine Nervenklinik. Dass alle drei Abteilungen des Buches miteinander korrespondieren, merkt der Rezensent erst peu à peu. Wie der Autor sämtliche Register zeiht, zwischen düster und warmherzig, zwischen berückend schön und witzig, gefällt Gauss. Die anfängliche Floskelseligkeit und Geschwätzigkeit des Textes findet er schließlich verzeihlich.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…