Emilia Smechowski

Wir Strebermigranten

Cover: Wir Strebermigranten
Hanser Berlin, Berlin 2017
ISBN 9783446256835
Gebunden, 224 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Emilia war noch Emilka, als ihre Eltern mit ihr losfuhren - raus aus dem grauen Polen, nach Westberlin! Das war 1988. Nur ein Jahr später hatte sie einen neuen Namen, ein neues Land, eine neue Sprache: Sie war jetzt Deutsche, alles Polnische war unerwünscht. Wenn die neuen Kollegen der Eltern zum Essen kamen, gab es nicht etwa Piroggen, sondern Mozzarella und Tomate. Und als Emilia ein Deutschdiktat mit zwei Fehlern nach Hause brachte, war ihre Mutter entsetzt: Was war schiefgelaufen?

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2017

Jörg Thomann erfährt bei Emilia Smechowski, wie es sich anfühlt, als Migrantin die eigene Herkunft und Kultur verleugnen zu müssen. Das polnisch-deutsche Schicksal der Autorin bietet eine Perspektive, in der sich seiner Meinung nach auch Menschen anderer Nationalitäten wiederfinden können. Wenn die Autorin von der bedingungslosen Aneignung deutscher Lebensweisen und Kultur berichtet, ist das für Thomann Essay, bewegende Emanzipationsgeschichte, Autobiografie und Beitrag zur Flüchtlingsdebatte in einem, auch wenn nicht alle geschilderten Erlebnisse repräsentativ sind, wie der Rezensent einräumt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.08.2017

Harry Nutt empfiehlt Emilia Smechowskis zwischen Essay und Roman changierendes Buch als exemplarische Migrations- und Aufstiegserzählung mit kleinen Fehlern. Was die Autorin hier schildert, lässt den Rezensenten erkennen, dass Integration ohne Anpassungsdruck und den Verlust der Seele womöglich nicht zu haben ist. Smechowskis Familiengeschichte, erzählt laut Nutt in schnörkellosem Stil und garniert mit beiläufigen Beobachtungen, ergibt für den Rezensenten ein stimmiges Gesamtbild der deutschen Migrationskultur. Wichtig, meint Nutt.
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