Emanuele Coccia

Die Wurzeln der Welt

Eine Philosophie der Pflanzen
Cover: Die Wurzeln der Welt
Carl Hanser Verlag, München 2018
ISBN 9783446258341
Gebunden, 192 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Elsbeth Ranke. Wenn wir über das Leben und dessen Ursprünge sprechen, denken wir an Menschen oder Tiere. Und die Pflanzen? Sie sind nur Gegenstand der Botanik, in der Philosophie spielen sie seit Aristoteles' Vorstellung eines vegetativen Seelenvermögens keine Rolle mehr. Kaum zu glauben, denn sie sind die eigentlichen Erschaffer der Welt. Sie können sich nicht bewegen und sind doch geniale Handwerker, sie vermitteln zwischen Erde und Sonne und besitzen verborgene zweite Körper im Boden. Emanuele Coccia gibt dem Leser ein neues Bewusstsein für die faszinierende Schönheit der Natur. Denn Pflanzen sind mehr als blühender Zufall, sie sind Grundlage allen Lebens und damit unentbehrlich für unser Wissen über uns.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.03.2018

Rezensent Fritz Habekuss wird von Emanuele Coccias Buch "Die Wurzeln der Welt" vehement daran erinnert, dass Pflanzen die heutige Form der Welt bestimmt haben und dass alles Leben auf diesem Planeten, auch das menschliche, von ihnen abhängt. Besonders charmant findet der Rezensent, wie der italienische Philosoph Fragen über die Natur aufgreift, die sich jeder schon mal gestellt hat (beispielsweise, ob Pflanzen über ein alternatives Bewusstsein verfügen), und sie weiterträgt. Coccia hat dem Rezensenten so eine "angenehme Lektion in Demut" erteilt - und das auch, weil seine beeindruckend elaborierten Gedanken es Habekuss nicht immer einfach machten, ihm zu folgen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.03.2018

Rezensent Burkhard Müller empfiehlt dringend, dieses Buch zu lesen. Nicht, weil er allem zustimmen würden, was der italienische Philosoph Emanuele Coccia darin schreibt, sondern weil es bisherige Vorstellungen vom Leben und von der Welt so erfrischend auf den Kopf stelle. Er wirft Philosophie und Naturwissenschaften vor, das Leben immer nur vom Menschen oder bestenfalls vom Tier her zu denken, erklärt Müller. Coccia dagegen nähere sich dem Leben von den Pflanzen, und so kommt er zu Gedanken, die den Rezensenten verblüffen: Die Welt ist für Coccia im Wesentlichen Atmosphäre. Der eine atmet ein, was der andere ausatmet. Leben wird so zu etwas, in das die Welt eindringt, ohne es zu zerstören, und der Ursprung des Ganzen sind die Blätter. Der Rezensent hat sich gern auf dieses "Atemprinzip" eingelassen und betont, dass Coccia nichts mit billiger Mystik am Hut habe, auch wenn er stellenweise mit dem Pantheismus liebäugele.
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