Edward Abbey

Die Einsamkeit der Wüste

Eine Zeit in der Wildnis
Cover: Die Einsamkeit der Wüste
Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2016
ISBN 9783957573551
Gebunden, 344 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Dirk Höfer. Herausgegeben von Judith Schalansky. Der Arches-Nationalpark, eine der spektakulärsten Wüstenlandschaften im Herzen Amerikas, steht im Mittelpunkt dieses einzigartigen Buchs, das alles zugleich ist: Autobiografie, Naturbeschreibung, Polemik, Kampfschrift und Abenteuerroman. In faszinierenden Naturschilderungen führt Abbey uns die Vielfalt einer Landschaft vor Augen, die nur auf den ersten Blick tot und einsam erscheint. Sein genauer Blick offenbart dem Leser, dass die Wüste wahrhaft lebt. In diesem längst zu den Klassikern zählenden Buch verarbeitet er sein Leben als Ranger Ende der 1950 er Jahre in der Wüste Utahs. Er sieht sich in dieser Umgebung zugleich als Raub- und als Beutetier, als Eindringling und als willkommener Gast. In diesen Widersprüchen und der Kargheit der Wüste fühlt er sich weitaus mehr zu Hause als in der von ihm als menschenfeindlich wahrgenommenen Industriegesellschaft. So ist ein Werk entstanden, das voller Liebe für die raue Landschaft und die wilde Tierwelt ist, und zugleich voller Hass auf alle, die versuchen, das Gleichgewicht der Natur zu zerstören.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2017

Thorsten Gräbe freut sich über die erste Veröffentlichung von Edward Abbeys Ökoklassiker von 1968 auf Deutsch. Wie der Autor, der neben der Schriftstellerei als Ranger im Arches National Monument in Utah arbeitete, darin die Zerstörung der Landschaften des amerikanischen Westens anprangert und den Verlust spürbar macht, findet Gräbe beeindruckend. Schade findet er allerdings, dass die Ausgabe auf ein Nachwort und biografische Informationen verzichtet. Umso mehr, als Abbey durchaus kein unstrittiger Streiter für die Natur war, wie Gräbe weiß, und sich auch gerne mal gegen den Feminismus und für einen Einwanderungsstopp einsetzte. Informationen, die der Leser gut gebrauchen könnte, meint Gräbe.
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