Aus dem Kroatischen von Mascha Dabić. "Das Leben: es lebe!" erzählt von Popovićs Krebserkrankung, seiner Abkehr vom urbanen Leben in Zagreb und dem Umzug in eine Bauernkate auf dem Lande. Von schmerzvolle Erinnerungen, wie der Trennung von seiner Mutter, die ihn - im Alter von zehn Jahren - zurückließ, um als Gastarbeiterin in Westdeutschland zu arbeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.12.2024
Rezensent Luca Vazgec wird nicht glücklich mit Edo Popovics neuem Roman über ein Alter Ego, das genug hat von der Welt und dies auch jeden spüren lässt. Die logische Konsequenz für den Erzähler ist der Rückzug in ein kroatisches Dorf mit drei Einwohnern. Gegen alles und jeden teilt er dabei aus, als er seine pessimistische Lebensphilosophie ausbreitet: Kulturschaffende seien verdorben, Corona eine Erfindung der Pharmaindustrie und den Politikern sei auch nicht zu trauen - alles ziemlich egozentrisch und unsympathisch für den Kritiker. Es gibt zwar einige interessante Szenen, etwa zum Tod der Mutter oder wenn es um Kroatien an sich geht, aber insgesamt hat der Roman zu wenig Handlung und auch zu wenig wirklich ausgestaltete Figuren, als dass er funktionieren könnte, resümiert Vazgec.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 20.03.2024
Edo Popovićs stark biografischer Roman "Das Leben: es lebe!" arbeitet die Lungenkrebserkrankung des Autors auf, erklärt Rezensentin Doris Akrap. Sie freut sich vor allem, dass er ganz der Alte geblieben ist: Kein Interesse an Geld oder Karriere, nicht mal an der Rente. Aber immer neugierig auf Vögel, Katzen und den Buddhismus. Dazwischen immer mal wieder eine Tirade gegen Großstädter oder den Kapitalismus. Akrap scheint es gefallen zu haben.
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