Olja Savicevic

Lebt wohl, Cowboys

Roman
Cover: Lebt wohl, Cowboys
Voland und Quist Verlag, Leipzig 2011
ISBN 9783938424810
Gebunden, 220 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Kroatischen von Blazena Radas. Dada kehrt in ihren Heimatort an der dalmatinischen Küste zurück, um herauszufinden, warum sich ihr Bruder Danijel umgebracht hat. Von der Familie sind nur ihre Mutter und ältere Schwester übrig, die seinen Tod nie überwunden haben. Mit ihren Nachforschungen weckt Dada Erinnerungen an die Kindheit, an die Westernfilme, deren Helden Danijel und sie verehrten, an die Kämpfe zwischen Indianern und Cowboys, die sie sich mit den Kindern von der anderen Seite der Bahngleise lieferten. Danijels Selbstmord erscheint ihr wie ein Verrat, für den sie keine Erklärung hat. In der Prärie vor der Stadt wird währenddessen ein Film gedreht. Der alte Ned Montgomery gibt zum letzten Mal den Helden, einen Cowboy.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2011

Durchwachsen findet Antonia Kurz dieses Romandebüt der kroatischen Lyrikerin Olja Savicevic. Der Klappentext des Buchs scheint ihr etwas irreführend, denn statt der erwarteten Spurensuche mit Krimi-Elementen bietet das Werk in ihren Augen vor allem Reflexionen einer "empfindsamen weiblichen Seele". Sie bescheinigt Savicevic großes sprachliches Talent, kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass die Handlung des Romans - eine gescheiterte Studentin kehrt aus Zagreb an ihren Geburtsort zurück, wo sich ihr Bruder umgebracht hat - der Autorin lediglich dazu dient, ihre Eindrücke, Vergleiche und Bilder unterzubringen. Davon gibt es nach dem Geschmack der Rezensentin allerdings viel zu viel. Sie hätte sich gewünscht, die Autorin hätte etwas lakonischer und stringenter geschrieben. Das hätte dem Buch ihres Erachtens gut getan.
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