Aus dem Kroatischen von Blazena Radas. Dürfen Frauen sich Sklaven halten? Kommt man per Bobbycar nach Australien? Kann man eine SMS in die Zukunft schicken? Warum halten sich in London ein Weißer und ein Schwarzer an den Händen? Wie wird man ein Mondstrahl? Olja Savicevic fragt mit ihren Geschichten nach Menschen in ungewöhnlichen Situationen, in entscheidenden Momenten, im Ungleichgewicht, am Rande der Gesellschaft. Die CD zum Buch wurde eingelesen von der Schauspielerin Franziska Melzer.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.07.2008
Ganz angetan berichtet Judith Leister über Olja Savicevics Erzählband "Augustschnee". Die 22 Geschichten der kroatischen Autorin lobt sie als "federleichte Prosaminiaturen", die ohne große Worte auskommen. Sie bescheinigt Savicevic ein Gespür für die ungewisse Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein, für die realen oder eingebildeten Dramen dieser Zeit und die Gefühle, die sie begleiten. Besonders gefallen haben ihr die Erzählungen "Der Held", die den gewöhnlichen Liebeskummer eines jungen Mannes mit der Peinlichkeit des Chauvinismus kurzschließt, sowie "Schöner Hunger", in der die "verschobene Optik der Anorexie" "pointiert" und zugleich "warmherzig" beschrieben wird.
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