Wir leben gesünder und länger als jede Generation vor uns. Und doch sind wir verletzlicher als gedacht: Ein Virus hält uns in Atem und ungebremst schlittern wir in die Klimakrise. Langsam dämmert uns: Gesundheit ist mehr als Pillen und Apparate. Wir Menschen brauchen, um gesund zu sein, als Allererstes etwas zu essen, zu trinken, zu atmen. Und erträgliche Außentemperaturen. Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde. Eckart von Hirschhausen zeigt, was die globalen Krisen unserer Zeit für die Gesundheit von jedem Einzelnen bedeuten. Er trifft Vordenker und Vorbilder und macht sich auf die Suche nach guten Ideen für eine bessere Welt. Warum kann man gegen Viren immun werden, aber nie gegen Wassermangel und Hitze? Wieso haben wir für nichts Zeit, aber so viel Zeug? Verbrauchen wir so viel, weil wir nicht wissen, was wir wirklich brauchen? Und wie viel CO2 stößt man eigentlich aus, wenn man über die eigenen Widersprüche lacht?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2021
Rezensent Nils Minkmar empfiehlt das neue Buch des Medizinkomikers Eckart von Hirschhausen über uns, das Klima und die Welt als Ferienlektüre. Schon die Einteilung in kurze Abschnitte prädestiniert es dafür, meint er, vor allem aber senkt Hirschhausens gelunger Mix aus Spezial- und Alltagswissen, aus Gesprächen mit Wissenschaftlern und Naturschützern und eigenen hautnahen Erfahrungen das Gewicht und das Konversationsniveau auf ein Minkmar sympathisches Level. So vermittelt ihm der Autor, wie Klimadebatte, Wutbürgertum und allerhand den Zeitgenossen verwirrende Gefühle zusammenhängen, ohne aber die Urlaubsruhe allzu sehr zu stören. Ein großes, dankbares Publikum ist dem Autor sicher, ahnt der Rezensent.
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