Wir leben in einer Zeit, die vom kurzfristigen Denken beherrscht wird. Aber in fünfzig, in hundert, in fünfhundert Jahren werden immer noch Menschen auf unserem Planeten leben, arbeiten, lieben und träumen. Sie alle werden tiefgreifend davon beeinflusst sein, wie wir heute handeln. Die größte Frage, vor der jeder von uns steht, lautet also: Wie können wir gute Vorfahren sein? Roman Krznaric hat die Antwort. Von bahnbrechenden Konzepten wie dem "Kathedralendenken" über Zukunftsräte in Japan bis hin zu einer Bibliothek in Norwegen, die erst 2114 ihre Pforten öffnet, um einhundert bis dahin unveröffentlichte literarische Werke zu präsentieren: Inspiriert von Lösungen aus der ganzen Welt, erklärt er, wie wir lernen können, heute langfristig zu denken, um ein besseres Morgen zu schaffen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.08.2024
Was muss man tun, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, hat sich der Philosoph Roman Krznaric gefragt und darüber ein Buch geschrieben, das Rezensentin Sieglinde Geisel kaum überzeugen kann. Die Allgemeinplätze, dass man immer im Hinterkopf haben solle, sich den kommenden Generationen gegenüber so zu verhalten, wie man es sich für sich selbst gewünscht hätte und dass die einzelne menschliche Existenz im Großen und Ganzen unbedeutend ist, findet sie nur mäßig interessant. Einzig die Ansätze zu einer "Tiefendemokratie", die als Konkurrenz zu den Parlamenten Bürgerversammlungen mit zufällig ausgewählten Teilnehmern ausrichtet, findet Geisel spannend. Aber auch da kann sie sich kaum vorstellen, wie solche Ideen realistischerweise umgesetzt werden sollten.
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