Eberhard Rathgeb

Die Entdeckung des Selbst

Wie Schopenhauer, Nietzsche und Kierkegaard die Philosophie revolutionierten
Cover: Die Entdeckung des Selbst
Karl Blessing Verlag, München 2022
ISBN 9783896676481
Gebunden, 320 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Mit 16 Schwarzweiß-Abbildungen. Im 19. Jahrhundert wurde die Welt von der Industrialisierung, dem Druck der Masse und politischen Kämpfen erschüttert, doch Schopenhauer, Nietzsche und Kierkegaard stellten mit radikalem Eigensinn das Selbstgefühl in das Zentrum ihres Schaffens: Werde, der du bist. In ihren Werken, die die System-und Schulphilosophie über den Haufen warfen, verbinden sich individuelle Lebenserfahrungen und Gedanken zu einer bis dahin ungekannten Einheit. Die Schatztruhe der Subjektivität, die Schopenhauer, Nietzsche und Kierkegaard auf je eigene Weise fanden, geriet im 20. Jahrhundert in die Hände der Psychologen. Das Ich verlor dadurch seinen aristokratischen Glanz.Dieses Buch stellt die Verbindung zwischen den drei Außenseitern her und zeigt, dass ihre Werke uns heute im Zuge der Identitätsdebatten viel zu sagen haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2022

Rezensent Jürgen Kaube lässt sich von Eberhard Rathgeb und seinem Buch daran erinnern, das Philosophie mehr ist als Wissen. Die drei Denker des Selbst, die Rathgeb in seinem Buch porträtiert und zueinander ins Verhältnis setzt, Schopenhauer, Nietzsche, Kierkegaard, möchte Kaube gleich wieder einmal zur Hand nehmen, um Rathgebs "anschauliche, lebendige" und für Kaube sichtbar "bewegte" Ausführungen gleich am Werk zu überprüfen. Wenn Rathgeb Kierkegaards Ideen anhand privater Szenen aus dem Elternhaus des Philosophen entwickelt, findet Kaube das Buch am Bezwingendsten.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 13.05.2022

Rezensent Pascal Fischer hätte sich noch mehr praktische Handreichung gewünscht in Eberhard Rathgebs Buch über Nietzsche, Kierkegaard und Schopenhauer. Was die drei Solitäre der Philosophie eint und was sich aus ihren Lebenswegen ableiten lässt, erläutert der Autor laut Fischer leider mit zu wenig Bezug zur Gegenwart mit ihren identitätspolitischen Ideen. Und auch Nietzsches "tiefe Gespaltenheit" würdigt Rathgeb für den Rezensenten nicht genug. Eine gewisse Vagheit, erkennt Fischer auch in der "Unentschlossenheit" des Buches zwischen Dreifach-Biografie, Philosophiegeschichte oder Ratgeber.

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