Aus dem Amerikanischen von Martina Wiese. Wie kommt man direkt an das Denken heran? Über die Sprache. In ihr liegen unsere Vorstellungen von Raum und Zeit begründet, von Sex und Intimität, von Macht und Fairness. Bestsellerautor Steven Pinker sieht sich daher die alltägliche Sprachverwendung genau an unsere Gespräche, Witze, Rechtsstreitigkeiten und zeichnet ein lebendiges und überraschendes Porträt unseres Geistes und der menschlichen Natur. Mit viel Esprit, Sprachgefühl und Beispielen aus Alltag und Popkultur gelingt es ihm, schwierige Sachverhalte einfach und überzeugend zu erklären und uns zu einem neuen Blick auf uns selbst zu bewegen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2014
Kein ganz großer Wurf, aber ein Gedankenverursacher ist das Buch von Steven Pinker für Wolfgang Krischke. Das ist positiv gemeint, denn Krischke erhält vom Autor eine Menge interessanter Fakten, Beispiele und Anekdoten zum Thema Sprechen und Kognition. Der Rezensent folgt Pinkers weitem Bogen vom kindlichen Spracherwerb über Metaphern bis zu den Regeln des Fluchens, um dem Zusammenspiel von Logik, Grammatik, Semantik und Kognition auf die Schliche zu kommen. Mal subtil, mal wortklauberisch erscheinen Krischke die Ausführungen Pinkers, aber stets erfährt er Erstaunliches, so über die schöpferische Kraft von Metaphern oder auch über die Grenzen der Universalität. Auf letztere stößt der Rezensent durch die Übersetzung des Buches ins Deutsche, dadurch, dass sich die Übersetzerin alle Mühe geben muss, deutsche Entsprechungen für Pinkers Beispiele zu finden (was ihr laut Krischke hervorragend gelingt). Das Buch, warnt Krischke, sei keine ganz leichte Lektüre, zumal Pinkers Argumentationen mitunter Straffung vertragen hätten.
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