Dörte Hanse

Altes Land

Roman
Cover: Altes Land
Albrecht Knaus Verlag, 2015
ISBN 9783813506471
Gebunden, 288 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Das "Polackenkind" ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen - und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen....

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.08.2015

Das Besondere am Erfolg des Debütromans von Dörte Hansen ist, dass das Buch eigentlich relativ unauffällig ist und auch die Autorin selbst keine Schlagzeilen provoziert, findet Ursula März. "Altes Land" ist schlichtweg ein guter Roman, der mit lyrischer Sprache von der " eher unlyrischen Mentalität der Nordlichter" zwischen Hamburg und Niedersachsen erzählt, von einheimischen wie zugewanderten, und der einen schönen Blick für regionale Besonderheiten beweist, so die Rezensentin, die es toll findet, dass auch solche Bücher bisweilen Erfolg haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.06.2015

Einen herrlichen Debütroman kann Rezensentin Sabine Vogel mit Dörte Hansens Buch "Altes Land" empfehlen. Zum einen amüsiert sich die Kritikerin hier köstlich über verschiedene Vertreter der Hamburger Schickeria, die sich in einem Anflug von Landlust und Sinnsuche ausgerüstet mit Marken-Gummistiefeln aufs Land zurückziehen, "alte Apfelsorten" anpflanzen und die "Ureinwohner" belächeln. Zum anderen aber liest Vogel eine eindrucksvolle Erzählung über Heimatvertriebene und traumatisierte Kriegsheimkehrer und bewundert Hansens Kunst, diese elegant mit ihrer "metaphernscharfen" Satire zu verbinden.
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