Peter Keglevic

Wolfsegg

Roman
Cover: Wolfsegg
Penguin Verlag, München 2019
ISBN 9783328600985
Gebunden, 320 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Ein enges Tal irgendwo in den Bergen: Die 15-jährige Agnes, die so gern ein "Autoschrauber" hätte werden wollen, muss erfahren, wie brutal das Leben sein kann. Wenn die eigene Familie verachtet wird. Wenn jeder jeden kennt und mit jedem eine Geschichte hat. Da stehen dem Missbrauch die Türen weit offen, da wird vertuscht und betrogen, denunziert und getötet, ohne dass der Himmel ein Einsehen hätte. Als der Vater totgeschlagen und die Mutter elendig verreckt ist, hat Agnes nur noch einen Gedanken: Sie muss die "Kleinen", Bruder und Schwester, vor dem Heim retten, in dem sie einst gelitten hat.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.12.2019

Burkhard Müller erstaunt am meisten an dem Heimatroman von Peter Keglevic, dass er überhaupt geschrieben werden konnte. Vollkommen aus der Zeit gefallen erscheinen ihm nicht nur die Figuren vom Pfarrer über den Wilderer bis zum Ziegenbauern, sondern auch die Dialoge, die laut Müller den zweifelhaften Charme des Fernsehspiels vergangener Zeiten atmen. Niemand spricht so, ob in den Alpen oder sonstwo, glaubt Müller. Der melodramatische Plot um Missbrauch, Rache und Hetzjagd im "süddeutsch-alpinen Zuschnitt" lässt den Rezensenten an "sozio-ökonomische Konstellationen" der siebziger Jahre denken.
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