Für Fred und seinen besten Freund Jonas ist jeder Tag ein Abenteuer. Am liebsten spielen sie in der verlassenen Fabrik, ganz in der Nähe der Grenze zu West-Berlin. Doch als bekannt wird, dass Jonas' Mutter einen Ausreiseantrag gestellt hat, werden die beiden aus ihrem unbeschwerten Alltag gerissen. Ab sofort dürfen sie sich nicht mehr treffen. Aber die Freunde haben einen Plan: Heimlich fangen sie an, einen Tunnel in den Brandenburger Sand zu graben. Auch wenn Jonas die DDR verlässt, werden sie sich wiedersehen. Ganz sicher.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.11.2019
Fritz Göttler erlebt die DDR anno 1978 mit Dirk Kummers Geschichte zweier Freunde aus unterschiedlichen Familien, die eine staatstreu, die andere mit dem Ausreiseantrag in der Tasche. So brisant die Verbindung der beiden Jungen im Buch ist, so fantastisch findet Göttler ihre Fantasien vom Tunnelbau bis nach Australien, von Windtelefonen und Didgeridoos. Auf seinem Fernsehfilm "Zuckersand" von 2017 aufbauend, nur melancholischer, meint Göttler, erzählt Kummer von der Enge der DDR-Kindheit, von Träumen, vom Nahen und vom Fernen.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…