Dietmar Dath

Venus siegt

Roman
Cover: Venus siegt
Hablizel Verlag, Lohmar 2015
ISBN 9783941978188
Gebunden, 300 Seiten, 23,90 EUR

Klappentext

Auf dem Planeten Venus findet in einigen hundert Jahren ein gewaltiges soziales Experiment statt. Man will herausfinden: Gibt es eine Form der Zusammenarbeit, in der Menschen, Roboter und räumlich ungebundene künstliche Netzintelligenzen gleichberechtigt leben können? Eine Revolution hat diese Nachbarwelt der Erde von der kolonialen, wirtschaftlichen und politischen irdischen Herrschaft befreit. Gegen äußere und innere Feindschaft muss sich das neue Regime, das verspricht, alle Formen des Denkens und Arbeitens von Ausbeutung und Abhängigkeit zu befreien, mit harten Maßnahmen behaupten. Die Politikerin und Programmiererin Leona Christensen errichtet eine Diktatur. "Venus siegt" erzählt ihre Geschichte aus der Perspektive eines Elitenkindes der neuen Ordnung: Nikolas Helander ist der Sohn des Kulturlenkers und ersten Gehilfen der Diktatorin. Sein Leben, seine Liebe und sein politischer Weg zwischen Loyalität, Opposition und Krieg sind die drei Stränge einer großen Erzählung von Befreiung und Terror, Zwang und Emanzipation unter den Bedingungen höchstentwickelter Technik.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.07.2015

Dass Dietmar Dath der wichtigste, ach was: der einzig wichtige deutsche Science-Fiction-Autor der Gegenwart ist, wird für Lars Weisbrod bei der Lektüre von "Venus siegt" mal wieder bewusst. Nicht bloss schmückendes Kostüm oder pädagogische Parabel, sondern ureigener Erzählgegenstand ist die Zukunftsvision bei Dath, freut sich der Rezensent und fasst angeregt die Handlung um das Scheitern eines auf der Venus abgehaltenen Sozialexperiments zusammen. Dass Dath dabei einigermaßen rücksichtslos seitenweise "Mathe-Stubenhocker-Kram" referiert, ist für Weisbrod nur konsequent und wird durch gelegentliche "Sätze von glasklarer Schönheit" mehr als wettgemacht. Der Rezensent freut sich schon auf eine möglichst baldige, möglichst aufwendige Verfilmung.

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