Aus dem Englischen von Hainer Kober. Im Juni 2012 wird die Welt zum Himmel schauen und auf den Venusdurchgang warten. Dieses seltene astronomische Ereignis, bei dem die winzige schwarze Scheibe des Planeten Venus vor der Sonne vorbeizieht, geschieht nur alle 125 Jahre. Andrea Wulf blickt aus diesem Anlass zurück auf den Sommer des Jahres 1769, als beim damaligen Venusdurchgang erstmals Wissenschaftler weltweit zusammenarbeiteten, um den bis dahin unbekannten Abstand zwischen Sonne und Erde exakt zu ermitteln.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2012
Das Ereignis wirft seinen Schatten voraus - auf die Sonne und in Form dieses Buches von Andrea Wulf, die passend zum Venus-Transit unserer Zeit (weitere Transits dieser Art werden keinem von uns Lebenden vergönnt sein) die Bedeutung der Venusvorübergänge für die Erforschung und Vermessung unseres Sonnensystems dokumentiert hat. Günter Paul findet das kurzweilig. Seltsames Wort in diesem Zusammenhang, weil es doch so ungemein lange dauert von einem Venus-Transit zum nächsten! Paul liest das Buch als Ergänzung zu Gudrun Büchers "Die Spur des Abendsterns". Anders als diese Autorin nimmt sich Wulf die Durchgänge von 1761 und 1769 und die abenteuerlichen Beobachtungs- und Messversuche der Astronomen während des Siebenjährigen Krieges vor, an deren Ende man tatsächlich wusste, wie weit wir von der Sonne entfernt sind.
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