Thriller über Künstliche Intelligenz (KI) und digitale Zwillinge. Vincent ist siebzehn und eine Doppel-C-Seele. Sein Sozialpunktestand ist so niedrig, dass an ein Studium nicht zu denken ist. Stattdessen repariert er heimlich die mechanischen Haustiere der Firma Copypet. Eines Tages bringt eine alte Frau eine Katze zur Reparatur. Und die führt Vincent geradewegs in die Simulation - eine virtuelle Welt, in der alle unsere Gegenstände ihr digitales Leben führen. Verborgen in dieser Zwillingswelt aber liegt ein Code. Vincent muss ihn finden, denn davon hängt die Zukunft der Menschheit ab. Margit Ruile erzählt vom Internet der Dinge, einer Welt, in der die digitalen Zwillinge unserer Maschinen und Alltagsgegenstände miteinander vernetzt sind zu einer gigantischen K.I.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.02.2021
Rezensent Fritz Göttler folgt Margit Ruile gespannt in die "Diktatur des Algorithmus", die sie in ihrem neuen Roman entwirft: In einem München des Jahres 2058 repariert der junge Vincent illegal künstliche Tiere und gerät schließlich auf den Spuren seiner Mutter in den Kampf gegen das digital gelenkte System, genannt "die Simulation", die so programmiert ist, dass sie sich selbst zerstören und anschließend wiederherstellen kann. Wie sich die Grenze zwischen Gut und Böse dabei auflöst, scheint der Rezensent spannend zu finden und erkennt hier außerdem eine "Dialektik der KI", eine Hoffnung in der Ausweglosigkeit, schließt er.
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