Didier Conrad, Jean-Yves Ferri

Asterix - Der Papyrus des Cäsar

Cover: Asterix - Der Papyrus des Cäsar
Ehapa, Berlin 2015
ISBN 9783770438907
Gebunden, 48 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Klaus Jöken. Die Gallier sind wieder da! Und nicht nur die Gallier, sondern auch der gute alte Julius (Cäsar) - seines Zeichens größter Feldherr aller Zeiten und neuerdings auch Schriftsteller. Ja, der große Feldherr Julius Cäsar hat ein Buch geschrieben - und zwar kein geringeres als den Latein-Klassiker "Der Gallische Krieg/ De bello Gallico". Auf Drängen seines Verlegers und PR-Beraters Syndicus unterschlägt er darin allerdings ein nicht ganz unwesentliches Kapitel der gallischen Geschichte. Nämlich jenes, das von den unbeugsamen Galliern handelt. Cäsar behauptet, ganz Gallien besiegt zu haben und das können unsere gallischen Freunde Asterix, Obelix & Co. natürlich nicht auf sich sitzen lassen. So entbrennt die vermutlich erste PR-Schlacht der Geschichte: eine Schlacht voll hintergründigem Witz und mit großer Spannung, jeder Menge verkloppter Römer - und verspeister Wildschweine.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.10.2015

Der neue Asterixband "Der Papyrus des Cäsar" ist da und Rezensentin Elisabeth von Thadden ist fast geneigt, Texter Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad das höchste Lob im Asterixuniversum auszusprechen: besser als die Ersten, als die Bände der Asterixerfinder Uderzo und Goscinny könnte dieser neue sein. Ferri und Conrad transponieren die Daten-Krise ins antike Rom, erklärt die Rezensentin. Cäsar veröffentlicht seine Kommentare zum Gallischen Krieg, lässt aber das Kapitel über den Widerstand eines hartnäckigen Dorfes verschwinden - kurzum: das Kapitel wird geleakt und Cäsars Geschichtsklitterung vereitelt, fasst von Thadden zusammen, die ebenso große Freude an den Gegenwartsbezügen hat wie am Spiel der Macher mit den faktischen Fiktionalisierungen der Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.10.2015

Julika Bickel erinnert sich noch an den letzten Asterix-Band, den Autor Jean-Yves Ferri mit Zeichner Didier Conrad vorlegte: "Asterix bei den Pikten" fehlte es damals vor allem an politischem Biss, erinnert sich die Rezensentin. Im neuen, - insgesamt sechsunddreißigsten - Band der Reihe haben die Autoren Abhilfe geschaffen, verrät Bickel. In "Der Papyrus des Cäsar" gibt Julius Cäsar seine "Kommentare zum Gallischen Krieg" heraus, lässt aber auf Anraten sein Beraters Syndicus das Kapitel verschwinden, in dem von jenem einen Dorf die Rede ist, das noch immer Widerstand leistet, fasst die Rezensentin zusammen. Doch der Schreiber Polemix, der auch optisch stark an Julian Assange erinnert, klaut eine Fassung und setzt sich zu Obelix und Co. ab, um die geheimen Dokumente doch noch zu veröffentlichen, so Bickel, der die Ebene der Gegenwartspolitik diesmal fast zu vordergründig ist, ansonsten aber von diesem neuen Band sehr überzeugt wirkt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.10.2015

Die Rezensenten Jens Balzer und Christian Schlüter können nur hoffen, dass der neue Asterix-Band von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad nur die Grundlage abgibt, für das, was da nun endlich kommen möge: ein ordentliches Abenteuer der Gallier, so wie in alten Zeiten. Nach jeder Menge Selbstreferentialität im ersten Band des neuen Teams nun also eine Autopoiesis im besten Sinn, schreiben Balzer und Schlüter. Es geht darum, wie die Asterix-Geschichten eigentlich auf uns gekommen sind - als von dem Whistleblower Bidatha geleaktes Dokument aus Cäsars Urform des "Gallischen Krieges" nämlich. Die Geschichte ist für die Rezensenten eine Medienkritik avant la lettre, durchaus einfallsreich, witzig und kulturtheoretisch anspruchsvoll. Nur sehen sie vor lauter Karikaturen (sogar ein Assange-Lookalike tritt auf) und Metonymien die Story kaum.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.10.2015

Endlich weiß Rezensent Johan Schloemann, warum das berühmte Gallier-Dorf in Cäsars "De bello Gallico" nicht auftaucht. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad erklären es ihm im 36. Asterix-Band mit einer "Kommunikationskomödie" über PR, Datenleaks, Twitter-Tauben und einen Aktivisten namens Polemix. Gelungen, findet Schloemann. Lustig sowieso, meint er, denn bei aller Verweisseligkeit kommt auch das Typische nicht zu kurz, sprich: Wildschwein-, Prügel- und Zaubertrank-Jokes. Dass der Band schwungvoll gezeichnet ist, ist für den Rezensenten fast schon eine Selbstverständlichkeit.
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Rezensionsnotiz zu Die Welt, 22.10.2015

Welt-Rezensent Sascha Lehnartz ist hochzufrieden mit diesem Asterix-Band. Es ist der 36. der Reihe und der zweite, den Jean-Yves Ferri und Didier Conrad verfasst haben, die Nachfolger der legendären Asterix-Erfinder René Goscinny und Albert Uderzo. Es ist der "unterhaltsamste" Band seit einer ganzen Weile, meint Lehnartz. Witzig, voller Anspielungen auf die Medienwelt in Frankreich und aktuelle Marotten: Obelix macht eine Pilzdiät, Röhrophon-Tweets und ein Whistleblower verbreiten die Nachricht vom gallischen Widerstand und ein Wildschwein-Bankett gibts am Ende auch, resümiert der erfreute Kritiker.
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