Ist es zu fassen, dass bis dato als seriös geltende Historiker, Philologen und Übersetzer öffentlich zugeben, dass sie Asterix und seinen leicht untersetzten Kumpel Obelix gut finden ... (toc, toc, toc?)? Sind die Grundprinzipien der antiken Rhetorik auch anhand einer Asterix-Rede erlernbar und zu verstehen? Sollte es möglich sein, mit Asterix Vorstudien zu den Anfängen der Volksherrschaft zu treiben - und nicht Aristoteles zu Rate zu ziehen? Nein? Doch, doch. Es ist mit diesem Band bewiesen!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2001
Martin Lhotzky hat das Buch offenbar mit großem Gewinn gelesen und sich dabei auch noch köstlich amüsiert. Ihm gefällt, dass hier von renommierten Historikern und Archäologen der Versuch unternommen wird, die Welt von Asterix mit "deutscher Gründlichkeit" zu untersuchen. So werde etwa der Frage nachgegangen, ob Rom im Jahr 50 vor Christus tatsächlich so ausgesehen hat, wie in den Comics dargestellt wird (Nein!), wie das Leben der Kelten wirklich gewesen ist oder ob die Darstellungen von Caesar und Kleopatra oder der Olympiade weistestgehend zutreffend sind. Dabei hat Lohtzky durchaus einige "überraschende , bisweilen provozierende Thesen" in diesem Buch entdeckt, etwa wenn es um frühe Formen von Demokratien bei den Belgiern geht. Bedauerlich findet der Rezensent lediglich, dass der Beitrag der ehapa-Verlag-Übersetzerin Gudrun Penndorf kaum über "Allgemeinplätze" hinauskommt. Insgesamt jedoch hält der Rezensent dieses Buch für eine "kurze, oft humorige Einführung in das klassische Altertum ohne allzu viel wissenschaftlichen Apparat".
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