Das heutige Germanen-Bild wird immer noch von Klischees bestimmt: Rauschebärtig, in Felle gehüllt und Flügelhelme tragend, brechen die kriegsliebenden Metsäufer aus nebelverhangenen Urwäldern hervor und massakrieren die Römer. Doch wer waren sie wirklich? Gelten sie zu Recht als die Urahnen der Deutschen? Die Geschichte setzt ein bei den großen Wanderungen der Kimbern und Teutonen im 2. Jahrhundert v. Chr. und erstreckt sich über die Germanenkriege unter Kaiser Augustus und die legendäre Varusschlacht bis hin zum Reich Karls des Großen und zu den Wikingern. Arnulf Krause klärt über Herkunft und Mythen der Germanen auf, erzählt von ihren Wanderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen und vermittelt ein Bild ihrer Lebenswelt und kulturellen Leistungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2002
Herwig Wolfram macht zur Zeit eine regelrechte Germanenmanie aus und findet deshalb, dass das Buch "zur rechten Zeit" erscheint. Er preist es zudem als regelrechten "Glücksfall", weil der Autor nicht nur mit großem Sachverstand an sein Thema heran gegangen ist, sondern sich auch von der problematischen Seite des Germanenkults kritisch zu distanzieren weiß. Besonders hoch rechnet der Rezensent es Krause an, dass dieser ganz deutlich mache, dass die Germanen nicht ein einziger Volksstamm waren, sondern sich aus vielen ethnischen Gruppen zusammensetzten. Wolfram lobt auch die Gliederung des Buches: so sind in den Haupttext zahlreiche Exkurse zu Spezialthemen wie Waffen oder Bauweise der Germanen eingestreut. Dass es dem Autor zudem gelingt, die antiken und frühmittelalterlichen Quellentexte in ihrer ganzen Vielschichtigkeit zu erschließen, lobt der Rezensent als "besonders erfreulich".
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