Detlef H. Rost gibt einen komprimierten Überblick über den aktuellen Stand der Forschung. Er setzt sich mit dem Intelligenzbegriff auseinander und stellt ausführlich klassische und aktuelle Intelligenzstrukturtheorien vor - von Spearman bis zu Cattel-Horn-Carroll und Jäger. Alternative Ansätze (soziale, emotionale, praktische, operative Intelligenz, multiple Intelligenzen) werden diskutiert und kritisch hinterfragt. Es folgen Erläuterungen zur allgemeinen Intelligenz und zum IQ, zu Geschlechts- bzw. Sozialstatusunterschieden, zum Zusammenhang von IQ mit Leistungen in Schule, Ausbildung und Beruf, zur (Neuro-)Biologie der Intelligenz sowie zu ihrer Stabilität und Veränderbarkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.02.2010
Gegen die Mähr von der Intelligenzvermehrung tritt dieses Buch an, und laut Manuela Lenzen macht es das auf so kritische (mitunter polemische) wie trockene Art und Weise. Für Lenzen ist der Autor Detlef H. Rost ein Aufklärer: Intelligenz erscheint ihr nach der Lektüre als stabile, messbare Größe. Von Rost lernt Lenzen über falsch geeichte IQ-Tests, veraltete Vergleichsgrößen und unscharfe Begriffe, die "Unworte" wie "emotionale Intelligenz" in die Welt brachten. Vermisst hat sie Überlegungen zu Schulempfehlungen auf Basis von IQ-Tests - und vielleicht den Gedanken, dass Intelligenz nicht der einzige Faktor ist, der ein Leben gelingen oder scheitern lässt.
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