David Graeber

Die ultimative heimliche Wahrheit der Welt ...

Cover: Die ultimative heimliche Wahrheit der Welt ...
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783608966053
Gebunden, 400 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von H. Dierlamm, W. Roller, K. Behringer & H. Freundl. David Graebers Vermächtnis "Die ultimative heimliche Wahrheit" der Welt besteht darin, dass wir selbst die Welt gestalten und sie genauso gut anders gestalten könnten. Dieser Band versammelt 18 zu seinen wichtigsten Themen - die Essenz seines Schaffens und sein geistiges Vermächtnis.Warum akzeptieren wir Ungleichheit? Wieso sehen wir gesellschaftliche Hierarchien als gegeben an? Und warum nehmen wir die Ausbeutung durch den Kapitalismus einfach so hin? Der international anerkannte Anthropologe David Graeber machte es sich zur Lebensaufgabe, die Widersprüche unserer Gesellschaft und deren Wurzeln schonungslos zu offenbaren. Die Auswahl, ergänzt um Interviews mit Thomas Piketty und Hannah Appel, umfasst alle Themen seines bedeutenden Werks: Antikapitalismus, soziale Ungleichheit, radikale Demokratie, Anarchie und grenzenlose Freiheitsliebe.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 01.09.2025

Einen interessanten Einstieg in das Denken des 2020 verstorbenen linken Anthropologen David Graeber bietet dieses Buch, das diverse Texte - Essays, Interviews und anderes - versammelt, meint Rezensentin Ursula Weidenfeld. Insbesondere für jene, die keine Lust auf Graebers sonstige Wälzer haben. Themen sind unter anderem die Wirtschaftswissenschaft, Ungleichheit, Schulden, aber auch Pappmaché-Puppen - hier stehen spontane Beobachtungen stehen neben Entwürfen für ganze Bücher. "Sprunghaft, temperamentvoll, persönlich und aufmerksam" sind Graebers Texte, was der Kritikerin gut gefällt. Ihnen gemeinsam ist, dass sie überall das Potential zur Veränderung und Besserung sehen, auch wenn die Kritikerin einräumt, dass in diesem Buch nicht alles gleich schlüssig ist, über den Aufstieg der Rechten hat der Occupy-Wall-Street-Vordenker Graeber zum Beispiel wenig zu sagen, und seine auf das Jahr 2014 datierende Einschätzung, dass die Zukunft nur wenige technische Neuerungen bereithalten wird, ist offenkundig überholt. Dennoch liest die Rezensentin Graebers optimistischen, teils auch lustigen Texte insgesamt gern.