2078 Tage lang übte Deutschland ein brutales Besatzungsregime über sein Nachbarland Polen aus. In der historischen Rückschau erscheint es fast, als habe es in dieser Zeit nur zwei Opfergruppen gegeben: polnische Juden und später deutsche Vertriebene. Tatsächlich aber fielen dem deutschen Terror rund eine Million nicht-jüdischer Polen zum Opfer.
Daniel Brewings innovative Studie rückt - auch international - erstmals die Massaker an den polnischen Zivilisten unter nationalsozialistischer Herrschaft in das Zentrum einer wissenschaftlichen Analyse. Unter Heranziehung zeitgenössischer deutscher wie polnischer Quellen, Berichte und Aussagen von Überlebenden sowie Gerichtsakten werden die komplexen historischen Prozesse ausgeleuchtet, die zu diesen Verbrechen führten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2016
Holger Thünemann freut sich über Daniel Brewings akribisch recherchierte und, wie der Rezensent findet, exzellent gegliederte und fesselnd geschriebene Studie, die zum ersten Mal die von Deutschen begangenen Massaker an polnischen Zivilisten zwischen 1939 und 1945 in den Blick nimmt. Die konzeptuelle Begriffsabgrenzung, die Darstellung der historischen Entwicklung von den polnischen Teilungen des 18. Jahrhunderts an, der Feindbilder und Vorurteile, auf denen die NS-Propaganda aufbauen konnte, hält Thünemann für wichtig, wenn der Autor schließlich die deutsche Gewaltherrschaft in Polen von Anbeginn bis zur Niederschlagung des Warschauer Aufstandes nachzeichnet. Nicht zuletzt die chronologische Ordnung und die systematischen Kapitel, in denen wichtige Zusammenhänge erläutert werden, etwa zwischen Judenmord, Ausbeutung der Landwirtschaft und Zwangsarbeiterwesen, machen die Lektüre für Thünemann zum Gewinn.
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