Basil Kerski (Hg.), Andrzej Stanislaw Kowalczyk

Ein ukrainischer Kosmopolit mit Berliner Adresse

Gespräche mit Bohdan Osadczuk (Alexander Korab)
Cover: Ein ukrainischer Kosmopolit mit Berliner Adresse
fibre Verlag, Osnabrück 2004
ISBN 9783929759778
Kartoniert, 224 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Polnischen von Agnieszka Grzybkowska. Der 1920 im ostgalizischen Kolomea geborene und seit 1941 in Berlin lebende ukrainische Historiker und Journalist Bohdan Osadczuk zieht eine Bilanz seines außergewöhnlichen Lebens. Seit den fünfziger Jahren war Osadczuk unter dem Pseudonym Alexander Korab Osteuropa-Kommentator der "Neuen Zürcher Zeitung" und des Berliner "Tagesspiegels", ferner einer der wichtigsten Mitarbeiter der polnischen Exilzeitschrift "Kultura". 1966 wurde er Professor an der Freien Universität Berlin. In dem vorliegenden Buch erzählt Osadczuk in Gesprächen mit den Herausgebern von seiner Kindheit in Polen vor dem Zweiten Weltkrieg, seiner Jugend in Berlin während des Dritten Reiches und seinem Journalisten-Leben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2004

Der Rezensent mit dem Kürzel "R. St." freut sich, dass mit diesem Buch das "außergewöhnliche Leben und Wirken" Bohdan Osadczuks gewürdigt wird. Er lobt, dass es den Herausgebern Kerski und Kowalczyk in ihrem Gesprächsband auf "angenehme Weise" gelungen sei, Osadczuks Lebensweg nachzuzeichnen. Osadczuk hat - zum Teil unter dem Pseudonym Alexander Korab - jahrzehntelang von Westberlin aus das politische Geschehen in Osteuropa journalistisch beobachtet, besonders in Polen und der Ukraine. Mit seinen Artikeln in der NZZ, die ob ihrer Informiertheit für Verblüffung sorgten, hat Osadczuk dem Rezensenten zufolge "Agenten aus aller Herren Ländern vor Neid um seine Kenntnisse erblassen" lassen. Dieser Gesprächsband zeigt dem Rezensenten, dass Osadczuks Leistung sich nicht aus speziellen Quellen speiste, sondern vielmehr aus genauer "Analyse und Synthese" zugänglicher Informationen entsprang.

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