Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Bernadette Ott.  Der Rechtspopulismus, für den US-Präsident Trump steht, wird meist vom klassischen Konservativismus unterschieden. Zu Unrecht, wie dieses Buch zeigt. Denn alles, was den Rechtspopulismus ausmacht, gehört zum grundlegenden Ideenbestand der Konservativen seit der Französischen Revolution. Europäische Intellektuelle haben das Fundament für die amerikanische Rechte gelegt, in deren Gedankenwelt der Anti-Intellektuelle Trump verankert ist. Anhand prägender Gestalten wie Edmund Burke - von Alexander Gauland gern zitiert -, Friedrich Nietzsche und Ayn Rand deckt Corey Robin die Kontinuitäten im konservativen Denken auf und stellt viele überraschende Verbindungen her.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.01.2019

Rezensent Michael Hochgeschwender hält das Buch von Corey Robin schlicht für schlecht. Über Trumps Triumph und den Rechtspopulismus kann ihm der Autor nichts Wissenswertes sagen, stattdessen bietet er dem Rezensenten einen ärgerlichen, weil uninformierten, undifferenzierten Blick auf den Konservatismus in den USA, in dem er von Traditionalisten bis Faschisten ohne Unterscheidung alles vereint. Dass Robin ein "reaktives Gespenst" verfolgt und die Welt in Gut und Böse einteilt, dass er trotz besseren Wissens zu keiner sauberen Analyse und Definition konservativer und rechter Phänomene gelangt, weil er sich dem Diskurs verweigert und eigene, wie Hochgeschwender findet, durchaus originelle Ansätze und Reflexionen (so zu Nietzsche und dem Neoliberalismus) im Keim erstickt, findet der Rezensent geradezu skandalös.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.01.2019

Daniel-Pascal Zorn missfällt Corey Robins erweiterter Versuch von 2011, konservatives Denken als rundweg menschenverachtend darzustellen. Nicht nur, dass der Autor das versprochene Close Reading und eine verlässliche historische Analyse vermissen lässt, wenn er den konservativen Geist von Palin bis Trump zu erkennen sucht, seine Theoriebildung aus den Aussagen Konservativer scheint Zorn höchst selektiv und ohne Sinn für historische Kontexte. Die Folge sind laut Rezensent Fehlschlüsse und ein ideologischer Furor, der die ein oder andere kluge Beobachtung im Buch verschluckt. Für Zorn gleicht der Text eher einem endlosen polemischen Blogeintrag.
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