Die französische Modeschöpferin und Unternehmerin Coco Chanel (1883 - 1971) zählt zu den großen weiblichen Kultfiguren des 20. Jahrhunderts. Da Coco Chanel und Paul Morand (1888 - 1976 ) seit 1914 eng befreundet waren, gelang es dem Schriftsteller mit diesem Buch, Chanels Erinnerungen eine sehr persönliche, humor- und kraftvolle literarische Sprache zu geben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.04.2004
Der Rezensent mit dem Kürzel "rox" ist recht angetan von diesem Buch über die Frau hinter dem Mythos Chanel, die es vom Waisenkind zur ebenso makel- wie zeitlosen Mode-Ikone schaffte. Obwohl es keine Autobiografie im eigentlichen Sinne ist, sondern das Resultat eines langen Interviews mit dem Schriftsteller Paul Morand, verrät das Buch doch eine Menge über "diese Sonderform weiblicher Existenz", die das Leben von Coco Chanel ausmachte. Immerhin krempelte Coca Chanel die Modewelt zu Beginn des 20.Jahrhunderts radikal um, insofern erzählt ihre Lebensgeschichte auch ein Stück Zeitgeschichte. Eine Blick hinter die "Legende" könne man allerdings nicht werfen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.04.2004
In einer knappen Kritik stellt der mit dem Kürzel "lanf" zeichnende Rezensent die Lebenserinnerungen von Coco Chanel vor, die sie 1946 dem Schriftsteller Paul Morand mitgeteilt hat. Das Buch stellt keine Beschreibung der beruflichen "Erfolge" oder des glamourösen gesellschaftlichen Lebens der Modeschöpferin dar, sondern beschreibt vielmehr die "Stärken und Schwächen" Chanels, bemerkt der Rezensent eingenommen. Es entsteht ein "gnadenlos scharfes Psychogramm" ihrer Person, und auch die vielen bekannten Persönlichkeiten, die Chanel während ihres trotz ihrer Berühmtheit einsamen Lebens begegnete, werden hier nicht vergessen, so lanf angetan.
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