Aus dem Amerikanischen von Gerlinde Schermer-Rauwolf und Robert Weiß. In einer kleinen Flasche Chanel No. 5 wohnen tausend Geheimnisse - das zeigt diese "nicht autorisierte Biografie eines Dufts", der seit fast hundert Jahren die Welt betört. Tilar J. Mazzeo, Kennerin der französischen Kulturgeschichte, erzählt die mit dem berühmten Parfum eng verknüpfte Erfolgsgeschichte einer der faszinierendsten, aber auch widersprüchlichsten Schlüsselfiguren des 20. Jahrhunderts: Coco Chanels Weg vom Waisenhaus über die Demimonde von Lyon zur Pariser Haute Couture.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2012
Johannes Willms hat sich die Geschichte des Parfüms Chanel No. 5 von der amerikanischen Kulturhistorikerin Tilar J. Mazzeo erzählen lassen, der es aber - zum Glück? - auch nicht gelingt, den Mythos des weltberühmten Dufts gänzlich in Fakten aufzulösen. Die Autorin räumt ein, wie schwierig es war, zwischen Wahrheit, Legenden und Irrtümern zu unterscheiden, und verspricht dann aber vollmundig eine "noch phantastischere" historische Faktenlage, als es jede Erfindung sein könnte. Der Rezensent durchschaut dies zwar als Werbekniff, findet aber, dass Mazzeo ihre Sache überwiegend gut macht. Zum Parfümeur Ernest Beaux allerdings, der sich den Duft im Auftrag von Coco Chanel hat einfallen lassen, hätte der Rezensent gern mehr gelesen.
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