Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Suzanne Noël (1878-1954) ist eine der wichtigen Feministinnen des 20. Jahrhunderts und eine Wegbereiterin der plastischen Chirurgie. Sie kämpfte für das Recht auf Selbstbestimmung der Frauen ebenso wie für das Frauenwahlrecht und ihre eigene Unabhängigkeit. Mit 19 Jahren heiratet Suzanne Noël einen Arzt und zieht mit ihm nach Paris, in die vor Leben sprühende Metropole Frankreichs zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Doch ihr Dasein als Ehefrau langweilt sie schnell. Und so macht sie, was nur wenige Frauen ihrer Zeit wagen: Sie schreibt sich an der Sorbonne ein, studiert Medizin. Suzanne Noël wird eine der brillantesten Ärztinnen Frankreichs. Sie operiert Männer, die im Ersten Weltkrieg entstellende Gesichtsverletzungen erlitten. Und bald auch Frauen, die unter den Schönheitszwängen leiden. Suzanne Noël wird so zu einer Hoffnungsfigur ihrer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 25.04.2022
Rezensent Stefan Michalzik liest begeistert die Graphic Novel, die in Zusammenarbeit zwischen Leïla Slimani und dem Illustrator Clément Oubrerie entstand. Darin wird die bewegte Lebensgeschichte der französischen "Pionierin der Ästhetischen Chirurgie" Suzanne Noël nachgezeichnet, die sich zugleich für feministische Belange engagierte, resümiert der Rezensent. Die klassisch gehaltenen Zeichnungen in "erdigen Farbtönen" untermalen die Erzählung und fügen sich in die Zeit ein, stellt der Rezensent fest. "Besonders eindrücklich" wirken auf den Rezensenten die Bilder gegen Ende, die ausdrucksstark und farbintensiv die Erblindung der Protagonistin untermalen.
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