Maschinen werden immer selbständiger, autonomer, intelligenter. Ihr Vormarsch ist kaum mehr zu stoppen. Dabei geraten sie in Situationen, die moralische Entscheidungen verlangen. Doch können Maschinen überhaupt moralisch handeln, sind sie moralische Akteure - und dürfen sie das?
Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich der völlig neue Ansatz der Maschinenethik. Catrin Misselhorn erläutert die Grundlagen dieser neuen Disziplin an der Schnittstelle von Philosophie, Informatik und Robotik, etwa am Beispiel von autonomen Waffensystemen, Pflegerobotern und autonomem Fahren.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2018
Catrin Misselhorn beschäftigt sich in ihrem Grundlagenbuch vorrangig mit zwei der wichtigsten und fundamentalsten ethischen Fragen zur Künstlichen Intelligenz, schreibt Rezensentin Eva Weber-Guskar: ob es möglich ist, Maschinen zu bauen, die selbstständig moralische Entscheidungen treffen und ob dies überhaupt anzustreben ist. Darüber, findet die Rezensentin und stimmt dabei mit der Autorin überein, sollte man nicht erst nachdenken, nachdem "technisch und wirtschaftlich motivierte Tatsachen geschaffen wurden". Misselhorns Buch liefert ihr das nötige Basiswissen aus Philosophie, Robotik und Informatik, um kompetent gegen den Einsatz moralisch selbstständiger Maschinen zu argumentieren, zumindest in den Bereichen Verkehr und Verteidigung. Nur an konkreten Aussagen über ihre persönlichen "Prämissen" lässt es die Autorin fehlen, bemängelt Weber-Guskar. Stattdessen versammelt sie eine Menge fremder Grundsätze, wodurch ihre praktischen Schlussfolgerungen auf die Rezensentin noch etwas haltlos wirken.
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