Carla Del Ponte fordert Gerechtigkeit. Wo wird das Völkerrecht aktuell gebrochen? Und welche Möglichkeiten hätte die UN einzugreifen? Wie und von wem wird Einfluss genommen auf Entscheidungen des Sicherheitsrates? Und macht sich die UN zu einem willfährigen Instrument mächtiger Länder? Carla Del Ponte, viele Jahre Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes, berichtet von ihrer jahrelangen Arbeit als hochrangige UNO-Diplomatin und fordert in ihrem flammenden Plädoyer die Durchsetzung des Völkerrechts, notwendige Reformen der UN sowie eine aktive Rolle der EU.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2021
Rezensentin Julia Anton kann über Carla Del Pontes Selbstgerechtigkeit hinwegsehen, wenn die ehemalige Chefanklägerin des Den Haager Internationalen Gerichtshofes aufgrund jahrelanger Erfahrungen ihrer Wut Luft macht über eine von der Politik abhängige Justiz, über ihre Arbeit und die Grenzen, die ihr immer wieder von zu geringen Budgets oder Geldgebern, den USA oder Russland gesetzt wurden. Del Pontes Forderung nach Reformen der Völkerrechtsjustiz kann Anton gut verstehen. Das Buch findet sie eingängig und pointiert geschrieben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.06.2021
Rezensent Rolf Lamprecht lernt von der ehemaligen Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes Den Haag Carla Del Ponte, wie wichtig Geduld im Umgang mit dem Völkerrecht ist. Für Lamprecht ist Del Ponte eine Heldin, weil sie verbissen gegen das Unrecht vorgeht und das Völkerrecht als "fragiles Instrument" führt wie ein Florett. Die Kämpfe des Tribunals gegen die Kriegsverbrecher von Jugoslawien, aber auch gegen "innere Feinde" wie Donald Trump setzt die Autorin Lamprecht auf lehrreiche Weise auseinander.
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