Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2003
Das Völkerstrafrecht, weiß Claus Roxin, ist eine noch junge und dennoch bereits unübersichtliche Disziplin, und deshalb begrüßt er Christina Möllers Buch, eine Einführung in ihre "kriminologischen, straftheoretischen und rechtspolitischen Aspekte", von ganzem Herzen. Möllers Schwerpunkt liege nicht bei den juristischen Grundlagen der Beurteilung von Straftaten; stattdessen betrachte sie zunächst die Geschichte der - zumeist ungesühnten - "Menschheitsverbrechen", um in einem zweiten Teil den Ursachen kollektiver Gewalt und dem Problem der "individuellen Zurechenbarkeit" nachzugehen und im abschließenden Drittel die Frage zu stellen, "welche Zwecke mit der gerichtlichen Ahndung völkerstrafrechtlicher Delikte verfolgt und erreicht werden können". Ihre Antwort: "die Schaffung universaler Wertvorstellungen". Roxin lobt die Argumentation, die "allgemein verständliche Sprache" sowie das ausführliche Literaturverzeichnis und empfiehlt Möllers Buch uneingeschränkt, am besten im Doppelpack mit Kai Ambos' bahnbrechender Studie "Der Allgemeine Teil des Völkerstrafrechts", das Grundlagen für eine allgemeine juristisch Beurteilung der Verantwortlichkeit lege.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…