Camille de Peretti

Der Zauber der Casati

Roman
Cover: Der Zauber der Casati
Rowohlt Verlag, Reinbek 2013
ISBN 9783498053123
Gebunden, 256 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel. Ihre Auftritte waren provokant, ihre Feste legendär - gegen Gräfin Luisa Casati sehen Schlagzeilen produzierende It-Girls unserer Tage wie arme Waisenkinder aus. Luisa Casatis Exzentrik kannte keine Grenzen. Die italienische Künstlerdiva gilt als die meistporträtierte Frau der Kunstgeschichte nach der Jungfrau Maria und Kleopatra; nicht zufällig haben Coco Chanel, Dior und Lagerfeld Kollektionen nach ihr benannt. Camille de Peretti beleuchtet die Luxusexistenz der Casati aus der Perspektive einer gänzlich unmondänen Frau, der Ich-Erzählerin Camille, die als Möchtegern-Schauspielerin durch ihr junges Leben taumelt, um endlich im Schreiben ihre Berufung zu finden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.02.2013

Marquesa Luisa Casati Stampa di Soncino - oder schlicht: die Casati - war weder besonders schön, noch eine erfolgreiche Eroberin in Liebesdingen, weiß Nadya Hartmann. Trotzdem übt die Marquesa eine Faszination aus, die sie Gerüchten zufolge zur "am häufigsten porträtierte Frau der Kunstgeschichte (gleich nach der Jungfrau Maria, versteht sich)" gemacht hat. Für ihren Roman "Der Zauber der Casati" hat sich jetzt auch Camille de Peretti ihrer bedient, berichtet die Rezensentin. Die Autorin will in ihrem Buch nicht die historische Figur ausleuchten, sondern ihren Zauber einzufangen, ihren eigenwilligen Charme. Hartmann vermisst allerdings das Feingefühl in der emotionalen Ausstattung der Figuren. Die konkreten Charaktere, die de Peretti auftreten lässt, sind entweder zu flach geraten oder klischeegetränkt. Auch die Erzählerin Camille schiebe sich zu sehr in den Vordergrund, wo die Rezensentin lieber mehr von der Casati gelesen hätte.
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