Unsere Medien sind immer wieder voll von Berichten über schier unfassbare Verbrechen. Und wir fragen uns, was sich abspielt im Gehirn von Menschen, die andere Menschen entführen, foltern, vergewaltigen oder ermorden. Die Geiseln nehmen, um politische Ziele durchzusetzen. Oder die ihre Kinder jahrzehntelang einsperren, um sie zu missbrauchen und zu quälen. Wie entsteht " das Böse ", und wodurch könnte man es vielleicht verhindern? In diesem Buch geht es um eine besondere Dimension solcher Verbrechen nämlich um die erstaunliche Faszination, die das Böse hervorruft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2013
Hin- und hergerissen zeigt sich Jochen Hieber angesichts dieses neuen höchstwahrscheinlichen "Bestsellers" vom offiziellen Außendarsteller der Psychiatrie Borwin Bandelow. Dass der Doktor neben seinen Auftritten bei Lanz und Co noch Zeit findet, Bücher zu verfertigen, findet Hieber erstaunlich. Noch erstaunlicher findet er, dass das Ganze auch noch spannend ist, von einigen bösen Seitenschindereien mal abgesehen. Nein, über Breivik, Baader, Unterweger schreibt der Autor ganz famos, befindet Hieber, der, selber schaurig-schön erschüttert von allerhand geschickt gesetzten Gruselfaktoren, den Fallgeschichten und Diagnosen (multiple Persönlichkeitsstörung, klarer Fall) gerne lauscht. Und sogar analytisch überzeugt ihn der Professor, wenn er präzis das Stockholm-Syndrom erläutert.
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