Peter-Alexis Albrecht

Der Weg in die Sicherheitsgesellschaft

Auf der Suche nach staatskritischen Absolutheitsregeln
Cover: Der Weg in die Sicherheitsgesellschaft
Berliner Wissenschaftsverlag (BWV), Berlin 2010
ISBN 9783830517634
Kartoniert, 263 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Studienausgabe. Der "Weg in die Sicherheitsgesellschaft" rekonstruiert einen Paradigmenwechsel anhand des Strafrechts und des Kriminaljustizsystems. Über einen Zeitraum von 40 Jahren wird die Entwicklung vom sozial-integrativen Strafrecht des Wohlfahrtsstaates über den Präventionsstaat zur Sicherheitsgesellschaft aus dem Blickwinkel des Strafrechtslehrers und Kriminologen verfolgt. Der Reiz liegt in der Perspektive des teilnehmenden Beobachters, der das Kriminaljustizsystem nicht vom Katheder aus kommentiert, sondern sich mitten hinein begibt und aus der Erfahrung bewertet. Sei es ganz am Ende des Strafverfolgungsprozesses im Gespräch mit ?Lebenslänglichen?, sei es an dessen Anfang beim Aufspüren polizeilicher Präventionsstrategien, sei es im kriminalpolitischen Raum durch die Beteiligung an parlamentarischen Sachverständigenkommissionen oder Gesetzgebungsprozessen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.07.2010

Opus Magnum, Lebenswerk, Riesenstoff, Offenbarung! Rolf Lamprecht ist ganz aus dem Häuschen. Was ein Jurist nicht alles leisten kann. Sogar Zweifel stiften und den Niedergang des Rechts durch Sicherheitsverlangen anprangern. Und Subjektivität einräumen, ein Strafrechtler, also bitte. All das kann Peter-Alexis Albrecht und holt sich den Respekt des Rezensenten kübelweise. Den 1000-Seiten-Schinken (Lamprecht hat sich nicht mit der Studienausgabe begnügt!) siebenteilt der Autor in zeitliche Perioden, dass Lamprecht ihn bewältigt, auch ohne Stichwort- und Namensregister (leider), und macht punktuelles Lesen möglich. Den Auflösungsprozessen des Rechts folgt Lamprecht durch ein halbes Jahrhundert einerseits mit Grausen (etwa darüber, wie die Bild-Zeitung  das Tempo bestimmte), andererseits mit einem Funkeln im Blick über Albrechts Sensibilität als Jurist.

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