Bill Bryson

Shakespeare - wie ich ihn sehe

Cover: Shakespeare - wie ich ihn sehe
Goldmann Verlag, München 2008
ISBN 9783442310951
Gebunden, 220 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier. Mensch oder Mythos - wer war William Shakespeare, der geistige Vater von Romeo und Julia, von Hamlet und Macbeth, wirklich? Gab es den Menschen Shakespeare überhaupt? Und verbirgt sich jemand hinter dem Pseudonym, der auf keinen Fall erkannt werden wollte? Vielleicht sogar eine Frau? Bill Bryson schließt die Wissenslücke um den bekanntesten Autor der Welt und lädt seine Leser ein zu einer vergnüglichen Reise durch das elisabethanische England und wieder zurück. Auf dem überaus amüsanten Rundgang der gleichzeitig ein Streifzug durch Shakespeares bewegtes Leben, seine Zeit und seine Werke ist, interviewt Bill Bryson Kuratoren und Wissenschaftler, hinterfragt und kommentiert er etablierte Forschungsmeinungen und schaut mit einem Augenzwinkern hinter die Kulissen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2008

Nicht erwärmen kann sich Margret Fetzer für Bill Brysons Buch über Shakespeare. Sie schätzt den Autor als meisterlichen Anekdotenerzähler vor allem in Reiseberichten wie "Reif für die Insel". Aber sie hält es für keine gute Idee Brysons, ausgerechnet über Shakespeare zu schreiben. Schon der Aufbau des Buchs - eine Mischung von chronologischer und thematischer Ordnung - überzeugt sie nicht. Die Kapitel halten ihres Erachtens nicht, was ihre Überschriften versprechen. Dabei mangele es dem Autor keineswegs an historischer Informiertheit. Brysons Beschreibung der elisabethanischen Bühne etwa lobt Fetzer ausdrücklich. Statt einer eigenen These, wie sie der Titel "Shakespeare, wie ich ihn sehe" doch nahelegt, findet sie in dem Buch vor allem Kritik an zahlreichen Shakespeare-Forschern, und zwar vorgetragen im "Gestus weiser Überlegenheit". Dabei geht ihr Brysons "wohlinformierter, onkelhafter Stil" auf die Nerven und sie vermutet, selbst eingefleischten Fans wird es diesmal genauso gehen. Letztlich wird für Fetzer nicht klar, warum Bryson dieses Buch geschrieben hat. Und sie hat den Eindruck, auch der Autor könnte das nicht sagen.
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