Barbara Vine

Heuschrecken

Roman
Diogenes Verlag, Zürich 2001
ISBN 9783257062755
Gebunden, 644 Seiten, 23,98 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen Renate Orth-Guttmann. Clodagh Brown klettert für ihr Leben gern: zunächst auf Bäume, dann, als Teenager mit ihrem ersten Freund Daniel, auf Hochspannungsmaste. In späteren Jahren ist sie auf Londons Dächern unterwegs und erhascht, gemeinsam mit Gleichaltrigen, einen Blick in fremde Leben. Doch die Freiheit in den Lüften hat einen entsetzlichen Preis...

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.03.2001

Thomas David hält große Stücke auf die englische Schriftstellerin Ruth Rendell, die sowohl unter ihrem eigenen Namen psychologische Roman veröffentlicht als auch unter dem Pseudonym Barbara Vine Kriminalgeschichten schreibt. In seiner Rezension finden sich einige O-Töne der Autorin aus einem Interview, in denen sie ihre schriftstellerische Herangehensweise erläutert. Der Ausgangspunkt der Erzählung ist, dass die Protagonistin von "Heuschrecken" sich verantwortlich fühlt für den Tod ihres Freundes Daniel, weil sie ihn zum Klettern auf einen Hochleitungsmast verleitet hat. Von da aus schafft sie eine Handlung, "eine viktorianisch anmutende Romanarchitektur", die David begeistert, vor allem wegen ihres "kontrollierten erzählerischen Understatements" und der auch sonst souveränen Erzähltechnik. Er nennt ihre Bücher vollmundig "die späten Klassiker ihres Genres."
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