Mick Herron
Slough House
Ein Fall für die Slow Horses

Diogenes Verlag, Zürich 2024
ISBN 9783257301113
Kartoniert, 432 Seiten, 19,00 EUR
ISBN 9783257301113
Kartoniert, 432 Seiten, 19,00 EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer. Selbst in Slough House, dem belanglosesten Außenposten des MI5, fordert der Brexit seinen Tribut: Das ganze Haus wurde aus den offiziellen Akten gelöscht - mitsamt seinen Insassen. Mehr noch, plötzlich sterben ehemalige Mitglieder wie die Fliegen. Kein Wunder, dass Jackson Lambs Mannschaft etwas paranoid wird. Es wäre klug, sich einen sicheren Ort zu suchen. Aber für kluge Entscheidungen sind die Slow Horses nicht gerade bekannt.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 13.09.2024
Mick Herron hat sein Genre geknackt! Seine Agententhriller gehören nach wie vor zu den "besten und anspruchsvollsten", die die Literatur gegenwärtig zu bieten hat, lobt Rezensent Oliver Jungen. Was sie so großartig und einmalig macht: Die mühelos erscheinende Kombination aus zackigen Plots, gewissenhaft detailreichen, ambivalenten Figurenzeichnungen, bitterbösem Humor, raffiniert verknüpft mit politischen Ereignissen und Diskursen, lesen wir. Im siebten Slow-Horses-Roman etwa greift Herron die Giftanschläge des russischen Geheimdienstes auf Sergei Skribal und seine Tochter im Jahr 2018 auf, erzählt äußerst packend von dem Vergeltungsschlag des britischen MI5, sowie der darauf wiederum folgenden Rache der Russen. Die nehmen nun nämlich die abgehalfterten, allerdings nur vermeintlich lahmen Gäule aus dem Slough House aufs Korn. Erschwerend zu alledem hinzu kommt der Einfluss von Leuten, die nun wirklich nicht in die Arbeit eines Geheimdienstes hineinpfuschen sollten. Die Generaldirektorin vom MI5 hat sich nämlich auf einen Teufelspakt mit privaten Geldgebern eingelassen, lesen wir. So wird dieser Thriller zur "gewitzten Abrechnung mit neoliberaler Politik", lobt der begeisterte Rezesent.
Themengebiete
Kommentieren
